Leukopenie-Leukopenia

Leukopenie bedeutet, dass du eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen hast. Weiße Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, sind für dein Immunsystem lebenswichtig. Sie verteidigen dich gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien.

Eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen bezieht sich in der Regel auf einen geringen Anteil an Neutrophilen (weiße Blutkörperchen zur Infektionsbekämpfung) – dies wird als Neutropenie bezeichnet. Eine zu geringe Anzahl dieser Zellen macht dich anfälliger für Infektionen. Da Neutropenie die häufigste Form der Leukopenie ist, spricht man in der Regel von Neutropenie, wenn man von Leukopenie spricht.

Auswirkungen von Leukopenie auf die Fruchtbarkeit

Die weißen Blutkörperchen spielen eine wichtige Rolle bei der Empfängnis und Einnistung. Außerdem sind sie wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und Geburt. Eine geringe Anzahl neutrophiler Granulozyten während der Schwangerschaft wird mit vorzeitigen Wehen und schweren Infektionen in Verbindung gebracht, die zu einer Fehlgeburt führen können. Einige Ursachen für eine Leukopenie können auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen.

Bei unserer Fruchtbarkeitsanalyse mit dem LEVY Fertility Code testen wir, ob du unter Leukopenie leidest.

Mögliche Ursachen von Auswirkungen von Leukopenie

Es gibt viele Dinge, die die Anzahl der weißen Blutkörperchen verringern können, darunter:

  • Krebsbehandlungen 
  • Genetische Ursachen
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Medikamente gegen Schilddrüsenüberfunktion, Antibiotika, Immunsuppressiva)
  • Infektionserkrankungen (z.B. HIV, Hepatitis, Tuberkulose, Sepsis, Borreliose)
  • Bestimmte andere Erkrankungen (z.B. Leukämie, Knochenmarkserkrankungen, Autoimmunerkrankungen) 
  • Vitaminmangel (Vitamin B12, Folsäure oder Kupfer)
  • Übermäßiger Alkoholkonsum

Chronisch niedrige Werte der weißen Blutkörperchen haben möglicherweise auch keine eindeutige Ursache.

Symptome von Leukopenie

Eine Leukopenie verursacht keine Symptome, macht dich aber anfälliger für Infektionen. Du kannst die folgenden Krankheitssymptome haben:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Schwellungen
  • Wunde Stellen im Mund
  • Husten
  • Schmerzhaftes Wasserlassen oder stark riechenden Urin
  • Durchfall
  • Eiternde Wunden
  • Vaginaler Ausfluss oder Juckreiz
  • Atemprobleme
  • Unterleibs- oder rektale Schmerzen

Diagnose von Leukopenie

Ärzt*innen diagnostizieren eine Leukopenie auf Grundlage der Ergebnisse eines kompletten Blutbildes. Wenn du Symptome einer Infektion hast, können sie zusätzliche Tests anordnen, z.B. eine Urinuntersuchung oder ein Röntgenbild der Brust.

Behandlung zur Verbesserung der Fruchtbarkeit

Leukopenie kann man behandeln, und die Prognose ist recht gut. Sobald dein/e Ärzt*in herausgefunden hat, was zu deiner niedrigen Zahl weißer Blutkörperchen führt, wird er/sie die zugrunde liegende Ursache behandeln. Zum Beispiel können dir Antibiotika oder antivirale Medikamente verschrieben werden, um eine Leukopenie aufgrund einer Infektion zu behandeln.

Dein/e Ärzt*in kann dir auch Medikamente mit Wachstumsfaktoren verschreiben, die die Produktion weißer Blutkörperchen in deinem Knochenmark erhöhen. Die Forschung zeigt, dass die Behandlung von Frauen mit schwerer chronischer Neutropenie mit einem höheren Prozentsatz an Lebendgeburten, einer geringeren Anzahl an Fehlgeburten und einer geringeren Rate an schweren Komplikationen für Mutter und Neugeborenes verbunden ist.

Wenn du eine Autoimmunerkrankung hast, kann dein/e Ärzt*in dir Kortikosteroide verschreiben. Diese verhindern, dass das körpereigene Immunsystem die weißen Blutkörperchen zerstört.

Wenn dein/e Ärzt*in feststellt, dass genetische Mutationen für deine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen verantwortlich sind, kann er dir empfehlen, sich einer genetischen Beratung zu unterziehen, bevor du schwanger wirst.

Um das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen aufgrund von Infektionen zu verringern, solltest du dich unbedingt impfen lassen (z.B. Varizellen, auch bekannt als Windpocken). Hier sind noch einige allgemeine Tipps, die du befolgen solltest, um Krankheiten vorzubeugen, wenn du eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen hast:

  • Halte Abstand zu kranken Menschen
  • Bereite Lebensmittel sicher zu und lager sie gut, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden
  • Wasche dir regelmäßig deine Hände
  • Vermeide die gemeinsame Nutzung von Whirlpools oder das Schwimmen in Flüssen oder Teichen
  • Trage Handschuhe, wenn du Windeln wechseln oder Tierkot entfernst
  • Teile keine Rasierapparate oder Make-up mit anderen

Dieser Artikel wurde von einem/r Mediziner*in geprüft

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