Schwangerschaft vorbereiten

9 Tipps, wie du dich auf eine Schwangerschaft vorbereiten kannst

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Du hast dich also entschlossen, den Schritt zu wagen und schwanger zu werden – das ist wirklich aufregend! Wir wünschen dir nur das Beste auf dem Weg zur Erfüllung deines Kinderwunsches. Damit es schon bald losgehen kann, haben wir für dich 9 Tipps, wie du dich auf deine Schwangerschaft vorbereiten kannst und deine Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft erhöhst.

 

Lass deine Fruchtbarkeit untersuchen

Auch wenn du kerngesund bist, solltest du dich von deiner/m Gynäkolog*in untersuchen lassen, um sicherzustellen, dass du bereit für eine gesunde Schwangerschaft bist. Das ist besonders wichtig, wenn du unter bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes und HIV/AIDS  leidest, die man während der Schwangerschaft genauer im Blick behalten sollte.

Bevor du deine/n Ärzt*in aufsuchst, solltest du dich über deine familiäre Krankengeschichte und die deines Partners informieren. Wenn du weißt, dass bei dir das Risiko besteht, ein Kind mit Behinderungen zu bekommen, oder wenn du an Erbkrankheiten wie Sichelzellenanämie, Thalassämie oder Mukoviszidose leidest, solltest du das bei deinem Termin unbedingt erwähnen.

Einige Medikamente und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel (auch rezeptfreie Medikamente wie Ibuprofen) sind während der Schwangerschaft nicht risikofrei, also sprich mit deiner/m Ärzt*in über alles, was du an Medikamenten einnimmst. Wenn du noch nicht vollständig gegen Infektionen, wie Röteln, geimpft bist, wird man dir wahrscheinlich raten, dies vor der Schwangerschaft nachzuholen, da eine Ansteckung während der Schwangerschaft für das Baby schädlich sein kann.

Wenn du unter 35 Jahre alt bist und seit mehr als einem Jahr versuchst, schwanger zu werden, ist es an der Zeit, mit Expert*innen zu sprechen, um herauszufinden, ob es einen medizinischen Grund dafür gibt, dass du nicht schwanger wirst. Wenn du über 35 Jahre alt bist, solltest du bereits nach 6 Monaten einen Arzt aufsuchen. Zu viele Paare warten zu lange, bevor sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wodurch wertvolle Zeit für die Familienplanung verloren geht.

 

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Hab‘ regelmäßig Sex

Jetzt ist es an der Zeit, alle Verhütungsmittel abzusetzen und sich im Schlafzimmer auszutoben! Denk‘ daran, dass es einige Monate dauern kann, bis sich dein normaler Zyklus nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel wieder einstellt. Besonders bei der Drei-Monatsspritze kann es länger dauern, bis sich der Hormonhaushalt wieder reguliert hat. Weitere Informationen dazu findest du in unserem vollständigen Leitfaden zu Verhütung und Fruchtbarkeit.

Wenn es die Lust erlaubt, solltest du idealerweise versuchen jeden zweiten Tag Sex zu haben, um deine Chancen auf eine Empfängnis zu erhöhen. Wenn das für dich und deinen Partner zu viel ist, versuch‘, den Sex auf den Zeitpunkt des Eisprungs zu legen. Wie das geht? Du kannst deinen Eisprung tracken, indem du täglich deine Basaltemperatur misst, Ovulationstests zu Hause durchführst und/oder deinen Zyklus mit Hilfe einer App im Auge behältst.

Studien haben ergeben, dass Gleitmittel auf Wasserbasis eine Schwangerschaft erschweren können, da sie die Spermienbewegung hemmen. Lass‘ also das Gleitmittel weg und konzentriere dich auf das Vorspiel, um eine natürliche Gleitfähigkeit zu erreichen.

Halte ein gesundes Gewicht

Unter- oder Übergewicht kann sich auf deine Fruchtbarkeit auswirken, da es deine Hormone und deinen Menstruationszyklus stört. Außerdem erhöht sich dadurch das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft, einschließlich Fehlgeburten, Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes.

Was heißt denn eigentlich ein gesundes Gewicht? Um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen und dich gesundheitlich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, solltest du einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen 19 und 25 anstreben. Du kannst deinen BMI ganz einfach selbst berechnen, indem du dein Gewicht in Kilogramm durch deine Körpergröße in Metern zum Quadrat teilst – z.B.: Gewicht 60 kg / Körpergröße 1,60m x 1,60m = 23,4 (BMI)

Ernähre dich ausgewogen

Eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft ist sehr wichtig. Aber wusstest du, dass deine Ernährung auch großen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis hat?

Die Forschung zeigt, dass deine Ernährung vor der Empfängnis Folgendes enthalten sollte:

  • Reichlich frisches Obst und Gemüse
  • Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten (Brauner Reis, Hafer, Quinoa, Mais, Vollkornbrot)
  • Magere und pflanzliche Eiweißquellen (Geflügel, dunkles Blattgemüse, Nüsse, Bohnen, Samen, Linsen, Tofu)
  • Gesunde Fette (Fisch, Avocado, Nüsse, Olivenöl)

Andere Dinge solltest du hingegen eher einschränken 

  • Koffein auf weniger als 200 Milligramm pro Tag (etwa ein bis zwei Tassen Kaffee)
  • Quecksilberhaltige Meeresfrüchte (Thunfisch, Schwertfisch, Marlin, Makrele)
  • Junkfood und frittierte Lebensmittel
  • Alkoholkonsum

Das Thema Ernährung und Fruchtbarkeit haben wir bereits in einem unserer Artikel näher beleuchtet. Schau gern vorbei, um zu erfahren wie du über die richtige Ernährung, schneller schwanger werden kannst, und auch mehr über den Einfluss der Ernährung auf die männliche Fruchtbarkeit zu erfahren.

Bleib in Bewegung

Wenn du noch nicht regelmäßig Sport treibst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen. Regelmäßiges Training hilft deinem Körper, sich auf eine gesunde Schwangerschaft vorzubereiten. Studien haben ergeben, dass Sport das Risiko von Ovulationsproblemen und Fehlgeburten verringert und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei Frauen erhöht, die mit Hilfe der assistierten Reproduktionstechnologie (ART) schwanger werden. Die Fertility Society of Australia stellte außerdem fest, dass regelmäßiger Sport übergewichtigen Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom zu einem regelmäßigeren Eisprung verhelfen und die Chancen auf eine Empfängnis erhöhen kann.

Übrigens: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten moderate oder 75 bis 150 Minuten intensive körperliche Betätigung pro Woche (oder eine Kombination aus beidem).

Alkohol und Zigaretten

Tabak, Alkohol und illegale Drogen können während der Schwangerschaft schädlich für das Baby sein und das Risiko einer Fehl- oder Totgeburt sowie anderer Komplikationen erhöhen. Da die ersten Tage und Wochen für die Entwicklung deines Babys entscheidend sind und du wahrscheinlich nicht sofort merken wirst, dass du schwanger bist, solltest du den Konsum schon vor dem ersten Versuch einstellen. Außerdem zeigen Studien, dass Rauchen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann und es länger dauert, schwanger zu werden.

Wenn du Hilfe bei der Raucherentwöhnung benötigst, kannst du dich an eine/n Ärzt*in wenden oder dich im Internet über Wege informieren, die dir das Aufhören leichter machen.

Hab‘ ein Auge auf Giftstoffe

Achte darauf, dass du zu Hause und bei der Arbeit nicht mit aggressiven Chemikalien, Umweltschadstoffen und giftigen Substanzen wie Düngemitteln, Insektenspray, synthetischen Chemikalien und Metallen in Kontakt kommst – sie alle können der weiblichen und männlichen Fruchtbarkeit schaden. Sie erschweren nicht nur den Eintritt einer Schwangerschaft, sondern können selbst bei geringen Mengen, der Entwicklung des Babys schaden und langfristige Folgen hervorrufen. Bei der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung wird dein/e Ärzt*in wahrscheinlich mit dir über die mögliche Belastung durch diese Stoffe in deinem Alltag sprechen und dir erklären, welche genau du meiden solltest.

Nimm Folsäure und Vitamin-D-zu dir

Sobald du dich für eine Schwangerschaft entscheidest, solltest du täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit 400 Mikrogramm Folsäure einnehmen. Folsäure gehört zu den B-Vitaminen und ist für die gesunde Entwicklung des Babys im ersten Schwangerschaftsdrittel von entscheidender Bedeutung. Durch die tägliche Einnahme von Folsäure wird das Risiko von Neuralrohrdefekten bei deinem Baby erheblich gesenkt. Bei diesen Defekten kann es zu schweren Probleme mit dem Rückenmark deines Babys kommen und auch zum Tod oder zu lebenslanger Behinderung führen.

Wenn bei dir oder deinem Partner bereits Neuralrohrdefekte aufgetreten sind, du Diabetes hast oder Medikamente gegen Epilepsie einnimmst, rät dir dein/e Ärzt*in möglicherweise zu einer höheren Folsäuredosis (5 Milligramm). Mehr über Folsäure kannst du in unserem Blogartikel zu dem Thema lesen.

Außerdem wird die tägliche Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit 10 Mikrogramm Vitamin D empfohlen. 50 % der Weltbevölkerung haben einen Vitamin-D-Mangel. Dieser wird unter anderem auch mit einer verminderten Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Auch andere Vitamine und Nährstoffe wie Zink können die Fruchtbarkeit fördern. Die Ärzt*innen von LEVY Health beraten dich gerne per Videoanruf über pränatale Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel.

Priorisiere deine mentale Gesundheit

Zu guter Letzt solltest du dich um dich selbst kümmern und deine emotionale und mentale Gesundheit priorisieren. Der Weg zur Empfängnis kann manchmal sehr anstrengend sein und für manche Menschen und Paare eine Belastung darstellen. Der Hormonhaushalt ändert sich während der Schwangerschaft stark, und manche Tage können sich wie eine emotionale Achterbahn anfühlen. Wenn du dich um dich selbst kümmerst und auf den Umgang mit schwierigen Emotionen achtest, kannst du die Zeit vor und während der Schwangerschaft glücklicher und gesünder erleben.

Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung sowie der Verzicht auf Alkohol und Koffein sind für dein mentales Wohlbefinden (und deine Fruchtbarkeit!) von großem Vorteil. Probier‘ verschiedene Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Aromatherapie, Massagen, warme Bäder und tiefe Atemübungen aus, um herauszufinden, was dir am besten hilft, dich zu entspannen. Eine Auswahl an wertvollen Kursen und Kinderwunschcoachings findest du in der LEVY Lounge.

 

Quellen

Physical Activity. World Health Organization. Accessed 03 March 2022. 

The role of exercise in improving fertility, quality of life and emotional wellbeing. The Fertility Society of Australia from the Australian Government Department of Health. Accessed 03 March 2022. 

BMI healthy weight calculator. NHS. Accessed 02 March 2022. 

Planning your pregnancy. NHS. Accessed 02 March 2022. 

Planning for pregnancy. Centers for Disease Control and Prevention. Accessed 02 March 2022. 

Should I change my lifestyle when I am planning a pregnancy? Planned Parenthood. Accessed 02 March 2022. 

Pre-Pregnancy Health and Planning. Planned Parenthood. Accessed 02 March 2022. 

What are prenatal vitamins? Planned Parenthood. Accessed 02 March 2022. 

5 ways to prepare before starting a family. Mayo Clinic Health System. Accessed 02 March 2022. 

Tips to Manage Anxiety and Stress. Anxiety & Depression Association of America. Accessed 02 March 2022. 

How to get pregnant. Mayo Clinic. Accessed 02 March 2022. 

Optimizing natural fertility: a committee opinion. Practice Committee of the American Society for Reproductive Medicine: Fert Ster. 2017;107(1):52-58.

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