Schwangerschaftsanzeichen
Gastbeitrag|Wissen

Bin ich schwanger?

Unser Körper ist ein Meister der Kommunikation. Es gibt einige subtile Zeichen, die er senden kann, um uns zu sagen, dass sich etwas verändert. Während manche Frauen von Anfang an wissen, dass sie schwanger sind, gibt es auch viele subtile Anzeichen, die sich erst schleichend bemerkbar machen. Wir verraten dir, was typische Anzeichen einer Schwangerschaft sind und wie du die Symptome in sichere, wahrscheinliche oder unsichere Schwangerschaftsanzeichen unterscheidest. Final bestätigen kann die Schwangerschaft aber nur eine Gynäkologin oder ein Gynäkologe.

Unsicher, ob du schwanger bist? 

Schon kleine körperliche Veränderungen können Vorboten einer Schwangerschaft sein, aber auch von etwas anderem, wie beispielsweise Stress ausgelöst werden. Sie zählen daher zu den unsicheren Anzeichen.

  • Leichte Blutungen und Ausfluss

Keine Sorge bei Schmierblutungen am Anfang. Einige Tage nach der Empfängnis beginnt das befruchtete Ei sich in der Gebärmutter einzunisten, was zu sogenannten Einnistungsblutungen führen kann. Nach der Einnistung kann ebenso ein stärkerer vaginaler Ausfluss auftreten – als Folge des Schleimhautaufbaus, der Umbauprozesse in der Gebärmutter und einer dadurch verstärkten Durchblutung.

  • Ziehen im Unterleib

Ein unangenehmes Ziehen im Beckenbereich ist oft ein Indiz, dass sich der Körper auf eine Schwangerschaft einstellt. Die Belastung der Gebärmutter-Muskulatur verursacht kontraktionsartige, ziehende Schmerzen. Zudem sorgen Hormone für eine stärkere Uterus-Durchblutung sowie eine Lockerung des Gewebes. 

  • Empfindliche Brüste

Du spürst ein Ziehen in den Brüsten, sie fühlen sich geschwollen an oder sehen größer aus? Auch die Brustwarzen sind berührungsempfindlicher als sonst? Eventuell bereitet das Hormon Prolaktin die Brust auf künftiges Stillen vor. Dieses Symptom kommt bei 70 bis 80 Prozent aller Schwangeren vor und kann schon etwa eine Woche nach Ausbleiben der Regelblutung auftreten.

  • Müdigkeit und Schwindel

Müdigkeit während der ersten 12 Wochen nach Empfängnis ist völlig normal. Denn in diesem Zeitraum erbringt der Körper Höchstleistungen, indem er die Plazenta aufbaut, die das Baby während der Schwangerschaft ernährt. Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen können ebenfalls zu den Anzeichen der Frühschwangerschaft gehören. 

  • Hautveränderungen

Plötzlich unreine Haut oder ein strahlend, ebenmäßiger Teint? Der veränderte Hormonhaushalt in der Schwangerschaft ist der Grund. Weitere Veränderungen der Hormone auf das äußere Erscheinungsbild: Viele Frauen  bemerken, dass Haare und Nägel besser oder schlechter wachsen.

  • Übelkeit & Erbrechen

Übelkeit ist ein typisches Schwangerschaftsphänomen. Auch der Geruchs- und Geschmackssinn kann sich verändern. Es können Abneigungen gegen bestimmte Speisen und Getränke entstehen.

  • Heißhunger und veränderte Essgewohnheiten

Du hast plötzlich einen unbändigen Appetit auf Süßes? Schuld sind Hormone, die den Stoffwechsel durcheinander bringen, wodurch der Blutzuckerspiegel schwankt. Außerdem wird dem Körper während einer Schwangerschaft hormonell und organisch einiges abverlangt – da ist eine Extra-Portion Energie vonnöten.

  • Häufiger Harndrang

Bereits in der Frühschwangerschaft bemerken fast alle Frauen, dass sie viel öfter auf die Toilette müssen. Der Grund: Das Sexualhormon Progesteron hat eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur. Auch die verstärkte Durchblutung regt die Nierentätigkeit an, so dass mehr Harn produziert wird.

  • Weibliche Intuition

Du hast da so ein Bauchgefühl? Nicht selten spüren Frauen eine Schwangerschaft zuerst einmal rein intuitiv. Beobachte deinen Körper weiter. Mit jedem hinzukommenden Anzeichen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich ein Baby unterwegs ist.

Wahrscheinliche Anzeichen, dass du schwanger bist

Bei diesen Symptomen gilt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit als hoch, wird aber noch nicht als hundertprozentig sicher eingestuft. Besonders die Umstellung des Hormonhaushalts ist in diesem Fall für die Schwangerschaftsanzeichen verantwortlich.

  • Die Regel bleibt aus

Das Ausbleiben der Periode gilt bei vielen Frauen – zusätzlich zu den oben genannten Symptomen – als wahrscheinlichstes aller Schwangerschaftsanzeichen. Wenn die Menstruation also ausbleibt, ist der nächste Schritt der Griff zum Schwangerschaftstest.

  • Positiver Schwangerschaftstest

Der positive Urin-Schwangerschaftstest ist ein recht sicheres Anzeichen! Spezielle Schnelltests können schon ein paar Tage nach Empfängnis für Gewissheit sorgen, die Ergebnisse sind aber nicht zu 100% sicher. 

  • Hohe Basaltemperatur

Eine Schwangerschaft lässt sich auch anhand einer gestiegenen Basaltemperatur feststellen. Wenn die Körpertemperatur kurz vor Beginn der Periode nicht wie gewohnt absinkt, sie also nach Ausbleiben der Regel weiterhin erhöht bleibt (etwa 37,8°C), kann das ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein.  

Wie kannst du sicher sein, dass du schwanger bist?

Mach einen Termin bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen und lass dir medizinisch bestätigen, dass die bisher unsicheren und wahrscheinlichen Anzeichen Symptome einer Schwangerschaft sind. Ganz sicher kannst du dir sein, wenn der Arzt oder die Ärztin folgende Nachweise erbringt: 

  • Fruchtblase/Embryo mittels Ultraschall

Bereits ab der 5. SSW ist eine Fruchtblase mit Embryo auf dem Ultraschallbild erkennbar. 

  • Hören der Herztöne des Embryo

Ab der 7.SSW ist eine Herztätigkeit des Kindes nachweisbar.

  • Spürbare Kindsbewegungen und fühlbare Kindsteile durch die Bauchdecke 

Die Mutter kann Bewegungen des Kindes spüren und bestimmte Körperteile sind auch von außen tastbar. 

Wann klingen die Schwangerschaftsanzeichen wieder ab?

Der weibliche Körper gewöhnt sich nach und nach an die neuen Umstände. Der Hormonhaushalt pendelt sich ein. Und somit flauen auch die meisten Schwangerschaftsanzeichen ab. Es gibt aber auch Schwangerschaftssymptome, die erst nach der Geburt verschwinden.

Wenn du Anzeichen einer Frühschwangerschaft bemerkst, können wir dir einige hilfreiche Tipps geben, um diese Phase angenehmer zu gestalten, beispielsweise bei… 

  • … Heißhunger, Schwindel, Sodbrennen

Kleine Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen können diese Symptome mildern. So bleibt der Blutzuckerspiegel stabil. Wenn das Baby im Bauch größer und der Platz im Magen kleiner wird, sind kleine Mahlzeiten bekömmlicher.

  • Übelkeit

Bestimmte Nahrungsmittel, Gerüche oder Stress sind häufige Auslöser für die Übelkeit. Es ist hilfreich, die auslösenden Faktoren zu erkennen und zu versuchen, diese zu meiden. Oftmals kann auch einen Anpassung der Ernährung oder kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten, fettarme Speisen und viel Flüssigkeit Abhilfe schaffen. Als pflanzliches Mittel wird die kurzzeitige Einnahme von Ingwer in Form einer Tasse Tee (ca. ½ Scheibe Ingwer mit heißem Wasser überbrüht) empfohlen.

  • Verdauungsbeschwerden

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel bringen Stoffwechsel und Darmtätigkeit in Schwung. No-Gos: fettiges, scharfes oder mächtiges Essen.

  • Schlafstörungen

Hier wirken natürliche Einschlafhilfen wie warme Milch mit Honig, beruhigende Kräutertees, Entspannungsübungen oder ein Bad in der Wanne. Auch körperliche Betätigung – von Spaziergängen an der frischen Luft bis zum Schwangerschaftsyoga – hilft bei Schlafproblemen.

  • Hautveränderungen:

Um Dehnungs-, bzw. Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen, sind Massagen (mit speziellen Ölen), viel Bewegung und Wechselduschen eine gute Maßnahme, da so die Durchblutung der Haut angeregt wird. Dazu ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung, viel Flüssig

Die Schwangerschaftssymptome bleiben aus – Und nun?

Mach dir keine Sorgen. Jede Frau und jedes Kind ist anders. Schwangerschaften sind sehr individuell und jede werdende Mama hat andere Bedürfnisse. Ein Ausbleiben der Schwangerschaftsanzeichen muss nichts negatives bedeuten, denn die Intensität der Symptome und die individuelle Wahrnehmung der Anzeichen variiert. In jedem Fall gilt: Solltest du trotzdem beunruhigt sein über das Ausbleiben typischer Schwangerschaftsanzeichen, dann mach bitte einen Termin in der Arztpraxis deines Vertrauens aus. Hier können alle deine Bedenken abgeklärt werden.

Was tun, wenn es einfach nicht klappt?

Solltest du bereits seit mehreren Monaten versuchen schwanger zu werden, solltest du beginnen dir medizinische Hilfe zu suchen. Laut WHO ist es empfohlen, wenn du unter 35 Jahre alt bist, nach spätestens einem Jahr medizinsiche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn du bereits über 35 Jahre alt bist, gilt das selbe bereits nach 6 Monaten. Da viele Gynäkolog*innen nicht auf Kinderwunsch spezialisiert sind und keine endorinologische Fachausbildung haben, kannst du für eine solche Untersuchung eine Kinderwunschklinik aufsuchen oder mit dem LEVY Fertility Code deine Fruchtbarkeit abklären lassen.
Mit dem LEVY Fertility Code wird mithilfe eines umfangreichen Fragebogens deine reproduktive Gesundheit erfasst und auf Basis deiner Ergebnisse die richitge Blutdiagnostik empfohlen. Für die Blutabnahme suchst du eines der Partnerlabore in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Münschen, Stuttgart, Köln oder Hannover auf. Sobal deine Blutergebnisse eingetroffen sind buchst du deine Online-Sprechstunde mit einer/m Kinderwunschärztin, wo deine Ergbenisse und Diagnosen besprochen werden. Anschließend weißt du, was du tun kannst, um deine Fruchtbarkeit zu verbessern.

  1. https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/74717/1/24_12_Ern%C3%A4hrung_in_der_Schwangerschaft_Gyn%C3%A4k_Quack_L%C3%B6tscher.PDF
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