Subklinische-Schilddrüsenunterfunktion-Subclinical-hypothyroidism-

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) bedeutet, dass die Schilddrüse nicht die Menge an Schilddrüsenhormonen produziert und freisetzt, die der Körper benötigt. Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ an der unteren Vorderseite des Halses. Wenn nicht genügend Schilddrüsenhormone gebildet werden, verlangsamt sich der Stoffwechsel; auch der Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit werden beeinträchtigt. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist eine häufige Erkrankung bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. 2-4 % der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter haben eine Hypothyreose.

Auswirkungen einer Schilddrüsenunterfunktion auf die Fruchtbarkeit

Die Schilddrüsenhormone beeinflussen mehrere andere wichtige Fortpflanzungshormone, darunter FSH, LH, Östrogen, Androgene, Progesteron und Prolaktin. Eine Schilddrüsenunterfunktion verursacht eine Anovulation (d.h. die Eierstöcke geben keine Eizellen frei). Sie kann auch die Lutealphase beeinträchtigen, was die Einnistung einer Eizelle in der Gebärmutter erschwert – dies kann zum Scheitern einer IVF (In-vitro-Fertilisation) führen. Bei Frauen, die schwanger werden können, kann eine unbehandelte Hypothyreose zu Fehlgeburten, Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Plazentaablösung (wenn sich die Plazenta von der inneren Wand der Gebärmutter löst), Frühgeburt, Totgeburt und niedrigem Geburtsgewicht führen.

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Mögliche Ursachen

Die häufigste Ursache der Hypothyreose ist eine erbliche Autoimmunerkrankung namens Hashimoto-Thyreoiditis, bei der das Immunsystem die Schilddrüse schädigt.

Andere Ursachen der Schilddrüsenunterfunktion sind:

  • Entzündungen der Schilddrüse
  • Jodmangel (ein Mineral, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion benötigt)
  • Genetisch bedingte Gesundheitsstörungen
  • Chirurgische Entfernung der Schilddrüse
  • Virale Erkrankungen
  • Schwangerschaft (postpartale Thyreoiditis)

Darüber hinaus geht eine Hypothyreose häufig auch mit einem erhöhten Spiegel des Hormons Prolaktin einher, einer so genannten Hyperprolaktinämie, die ebenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Etwa 46 % der Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden und an einer Hypothyreose leiden, haben auch eine Hyperprolaktinämie.

Symptome

Eine Hypothyreose weist die folgenden körperlichen Anzeichen auf:

  • Starke und häufige Perioden
  • Müdigkeit
  • Wunde oder verkrampfte Muskeln
  • Schlechtes Gedächtnis
  • Trockene Haut und Haare
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Verlust des Sexualtriebs
  • Verstopfung

Diagnose

Ärzt*innen diagnostizieren eine Hypothyreose anhand einer Blutuntersuchung. Leicht erhöhte TSH-Werte bei normalen Werten der Schilddrüsenhormone T3 und T4 weisen auf eine subklinische Hypothyreose hin. Hohe TSH-Werte und niedrige Werte von T3 und T4 weisen auf eine klinische Hypothyreose hin.

Behandlung zur Verbesserung der Fruchtbarkeit

Glücklicherweise lässt sich eine Schilddrüsenunterfunktion mit Medikamenten, die den Schilddrüsenhormonspiegel erhöhen, leicht behandeln. Ein häufig verschriebenes Medikament ist L-Thyroxin. Es normalisiert den Menstruationszyklus sowie den Prolaktinspiegel und fördert die Fruchtbarkeit.

Sobald deine Schilddrüsenhormone wieder im Gleichgewicht sind, solltest du in der Lage sein, schwanger zu werden und eine gesunde Schwangerschaft auszutragen. Eine Studie ergab, dass über 76 % der Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion, die nicht schwanger werden konnten, zwischen sechs Wochen und einem Jahr nach Beginn der medikamentösen Behandlung wieder schwanger werden konnten.

Bestimmte Ernährungsumstellungen können ebenfalls dazu beitragen, dass deine Schilddrüse gesund bleibt. Überprüfe deinen Vitamin-D-, Eisen- und Zinkspiegel und sprech mit deiner Ärzt*in über eine eventuelle Supplementierung, da alle diese Stoffe für die Schilddrüse wichtig sind. Außerdem kann eine erhöhte Aufnahme von jodhaltigen Lebensmitteln wie Meeresfrüchten bei einer Schilddrüsenunterfunktion helfen.

Sobald du schwanger bist, solltest du deiner Gynäkolog*in mitteilen, dass du eine Schilddrüsenunterfunktion hast. Die Dosierung deiner Medikamente muss dann wahrscheinlich angepasst werden und du musst während der Schwangerschaft genauer überwacht werden.

Dieser Artikel wurde von einem/r Mediziner*in geprüft

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