Eisen und Fruchtbarkeit

Die tägliche Zufuhr der empfohlenen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen ist der Schlüssel zu einer gesunden Schwangerschaft. Wie wirkt sich Eisen also auf die Fruchtbarkeit aus? In diesem Artikel erfährst du alles über die Bedeutung von Eisen für die Fruchtbarkeit:

Was ist Eisen und woher bekommst du es?

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff, den wir für die Bildung roter Blutkörperchen benötigen. Diese Zellen transportieren den Sauerstoff von der Lunge durch den Körper. Weitere wichtige Funktionen von Eisen sind die Unterstützung des Muskelstoffwechsels, die Förderung des Wachstums, die Zellfunktion und die Synthese einiger Hormone.

Das American College of Obstetricians and Gynecologists gibt an, dass Frauen, die nicht schwanger sind, 18 mg Eisen pro Tag benötigen (schwangere Frauen benötigen 27 mg). Du solltest in der Lage sein, deine tägliche Eisenmenge über die Nahrung aufzunehmen. Der Mineralstoff ist von Natur aus in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten, darunter Bohnen, Linsen, Rindfleisch, Putenfleisch, Leber und Garnelen. Außerdem wird es einigen Lebensmitteln zugesetzt (z. B. angereicherten Getreidesorten wie Brot und Müsli), und du kannst es als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Eisen und Fruchtbarkeit?

Eisen trägt nicht nur zu normalen Funktionen unseres Körpers bei, sondern ist auch für die Fruchtbarkeit sehr wichtig. Wenn du gerade im Kinderwunsch bist, solltest du überprüfen, ob du einen niedrigen Eisenwert hast. Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Unfruchtbarkeit, in Zusammenhang mit dem Eisprung, Fehlgeburten, niedrigem Geburtsgewicht und vorzeitigen Wehen festgestellt. Eisenmangel kann auch zu einer fehlenden Einnistung führen, d. h. eine von Spermien befruchtete Eizelle nistet sich nicht richtig in der Gebärmutter ein, und eine Schwangerschaft bleibt aus.

Wenn wir nicht genügend Eisen zu uns nehmen, können wir nicht genügend rote Blutkörperchen bilden, um Sauerstoff zu den Geweben unseres Körpers zu transportieren, zu denen auch die Eierstöcke und die Gebärmutter gehören. Eine verminderte Sauerstoffzufuhr kann daher die Qualität der Eizellen beeinträchtigen. Bei Frauen, die schwanger werden und einen Eisenmangel haben, wirkt sich der Sauerstoffmangel negativ auf das Wachstum des Babys im Mutterleib aus und verhindert die normale Entwicklung der Plazenta, wodurch sich das Risiko einer Fehl- und Frühgeburt erhöht.

Eine 2006 in der Zeitschrift Obstetrics & Gynecology veröffentlichte Studie ergab, dass Frauen, die Eisenpräparate einnahmen, ein deutlich (40 %) geringeres Risiko für ovulatorische Unfruchtbarkeit hatten als Frauen, die keine Eisenpräparate einnahmen.

Was passiert, wenn du einen Eisenmangel hast?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist Eisenmangel der weltweit häufigste Nährstoffmangel. Wenn man über einen längeren Zeitraum nicht genügend Eisen zu sich nimmt, kann dies zu einer Erkrankung führen, die als Eisenmangelanämie bekannt ist. Anämie betrifft ⅓ aller Menschen auf der Welt, und in etwa 50 % der Fälle ist sie auf Eisenmangel zurückzuführen.

Wenn jemand anämisch ist, bedeutet das, dass er nicht genügend rote Blutkörperchen hat oder das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen nicht konzentriert genug ist, so dass die Sauerstoffversorgung des Körpergewebes vermindert ist.

Frauen im gebärfähigen Alter und schwangere Frauen sind besonders gefährdet, an Eisenmangel zu leiden. Eisen geht durch die Menstruationsblutung verloren. Wenn du also eine starke Blutung hast, ist es wichtig, deinen Eisenspeicher zu überprüfen, um deine Gesundheit und Fruchtbarkeit zu schützen.

Symptome von Eisenmangelanämie

Zu Beginn kann die Eisenmangelanämie sehr mild sein und verursacht keine körperlichen Anzeichen. Wenn die Anämie jedoch fortschreitet und der Körper zunehmend an Eisenmangel leidet, verursacht sie die folgenden körperlichen Anzeichen:

  • Starke Müdigkeit
  • Schwäche
  • Blasse Haut
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit
  • Schmerzen in der Brust, schneller Herzschlag oder Kurzatmigkeit
  • Kalte Hände und Füße
  • Brüchige Nägel
  • Entzündung der Zunge

 

Wenn du diese Symptome bemerkst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Stelle keine Eigendiagnose und nimm keine Eisenpräparate ohne ärztlichen Rat ein, denn diese Symptome könnten auch auf eine andere Erkrankung zurückzuführen sein – und auch ein Eisenüberschuss kann negative Auswirkungen auf deinen Körper haben.

Wie du deine Eisenzufuhr erhöhen kannst

Um deine Eisenaufnahme zu erhöhen, solltest du auf eine ausgewogene Ernährung achten, deren Bestandteil auch eisenhaltige Lebensmittel sind. Achte außerdem darauf, Vitamin C zu dir zu nehmen, denn dieses Vitamin hilft dem Körper, Eisen besser aufzunehmen. Verzehre also auch Lebensmittel, wie Zitrusfrüchte, Paprika, Brokkoli und Beeren.

Wenn du gerade versuchst, schwanger zu werden, empfiehlt sich die Einnahme eines pränatalen Vitamins, das in der Regel die täglich benötigte Menge Eisen enthält. Pränatale Vitamine enthalten auch Folsäure, einen sehr wichtigen Nährstoff, der das gesunde Wachstum des Babys in den ersten Monaten unterstützt und Anämie vorbeugt.

Achte jedoch darauf, dass du es mit den Eisenpräparaten nicht übertreibst! Hochdosierte Eisenpräparate können zu Magenproblemen führen, einschließlich Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Wenn du vor der Einnahme von Eisenpräparaten etwas isst, kannst du diese negativen Auswirkungen minimieren.

Das solltest du dir merken

Die Wissenschaft zeigt uns, dass Eisen und Fruchtbarkeit eng miteinander verbunden sind. Um das Risiko von Unfruchtbarkeit beim Eisprung, Fehlgeburten und Schwangerschaftskomplikationen zu verringern, solltest du ein pränatales Vitamin einnehmen, das die empfohlene Tagesdosis Eisen enthält. Du kannst herausfinden, ob bei dir ein Eisenmangel vorliegt und ob es noch andere Gründe gibt, die deine Empfängnisfähigkeit erschweren, indem du deine Fruchtbarkeit mit dem LEVY Fertility Code testen lässt. Wir führen einen umfassenden, personalisierten Test durch, um dein Risiko für bis zu 65 Erkrankungen zu ermitteln, die die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, und erstellen einen auf  dich zugeschnittenen  Aktionsplan, um deine Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. 

Quellen:

Nutrition During Pregnancy. The American College of Obstetricians and Gynecologists. Aufgerufen: 04. August 2022.

Foods That Can Affect Fertility. Eat Right by the Academy of Nutrition and Dietetics. Aufgerufen: 04. August 2022. 

Iron – Fact Sheet for Consumers. National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements. Aufgerufen: 05. August 2022.

Aneamia. World Health Organization. Accessed 05 August 2022.

Gardner W and Kassebaum N: Global, Regional, and National Prevalence of Anemia and Its Causes in 204 Countries and Territories, 1990-2019. Current Developments in Nutrition. 2020;4(2):830. 

Pasricha PhD SR et al.: Iron deficiency. The Lancet Seminar. 2021;397(10270):233-248. 

Chavarro JE et al.: Iron intake and risk of ovulatory infertility. Obstet Gynecol. 2006;108(5):1145-52. 

Sathiyanarayanan S et al.: A study on significant biochemical changes in the serum of infertile women. Int.J.Curr.Res.Aca.Rev. 2014;2(2):96-115. 

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